Veranstaltung

Frühstück: SVA-Bashing und Kammer-Jammern

SVA-Bashing und Kammer-Jammern: SVA und WKW stellen sich der Konfrontation im forum mozartplatz

Hard Facts
Wo: Wien

„Das Jammern ist der Gruß der Kaufleute“ sagen die einen, „das Leben ist eben kein Ponyhof“ entgegnen die anderen. Aber wie kann man die unterschiedlichen Positionen zu Kammer und Versicherung auch wieder zusammenführen und die Unstimmigkeiten über das Leistungsportfolio bei Seite legen? Das forum mozartplatz lud Birgit Kraft-Kinz, in ihrer Doppelrolle als Obfrau des forum mozartplatz und stellvertretende WKW Obfrau der Fachgruppe Werbung Wien sowie Alexander Herzog, geschäftsführender Obmann der SVA, unter der Moderation von Monika Gabriel, Geschäftsführerin der Werbeagentur und Unternehmensberatung the webery, zur Konfrontation.

Sozialversicherungen und Wirtschaftskammern haben zwei Dinge gemeinsam: die Pflichtmitgliedschaft und den Unmut so mancher Selbstständiger. Das vielfältige Leistungsangebot beider Organisationen wird nicht von allen so wahrgenommen, wie sich das  die Institutionen manchmal wünschen würden. Ist es mangelnde Informationspolitik, Serviceschwäche oder schlichtweg eine Holschuld, die nicht oft genug beglichen wird? 

„Die SVA ist Dienstleister an den Versicherten“, sagt Alexander Herzog gleich zu Beginn seiner Kurzvorstellung und fügt nicht ganz ohne Stolz hinzu, dass er der erste Unternehmer in seiner Funktion als geschäftsführender SVA-Obmann ist. Damit bringt er nicht nur das wirtschaftliche Mindset eines Unternehmensberaters in seinen Job ein, sondern kennt die Situation der SVA-Versicherten aus „mehr als 15 Jahren  Eigenerfahrung“.

Eine besonders lebendige Diskussion drehte sich die gesamte Veranstaltung über um Ein-Personen-Unternehmen. „Stichwort EPU. Alle reden drüber, wir haben sie“, gibt Herzog einen Überblick über die SVA-Versicherten in Österreich, bei denen EPU bereits die Mehrheit der Mitglieder stellen und das stärkste Wachstum innerhalb der SVA-Versichertengemeinschaft aufweisen. Zu der wirtschaftlichen Situation sagt er: „Ein Viertel der EPU erwirtschaftet weniger als 30.000 Bruttojahresumsatz, mehr als die Hälfte der nebenberuflichen EPU, also Dienstnehmer, die neben ihrem Beruf auch noch selbstständig sind, sogar nur unter 10.000 Euro.“

„Egal was passiert, ob man Hilfe benötigt, Informationen und Serviceleistungen sucht oder auch Kritik üben will, bitte melden Sie sich“, richtet Kraft-Kinz ihren eindringlichen Appell an die Diskussionsrunde und gab den anwesenden Gästen eine ganze Liste an möglichen Kontaktpersonen mit, an die sie sich wenden können. „Auf Bundes- und Landesebene, in den einzelnen Fachgruppen oder den Organisationen wie dem wko forum, die Wirtschaftskammern sind für Sie da und die handelnden Personen freuen sich, wenn sie von ihren Mitgliedern kontaktiert werden. Versicherungen, rechtsanwaltliche Auskünfte, Muster-AGBs, oder die Möglichkeit zur Anmietung von Besprechungsräumen - Das Serviceangebot der Kammer ist riesig und oft kostenlos oder zumindest sehr günstig für die Mitglieder“, so Kraft-Kinz.

Die rege Diskussion drehte sich im Anschluss über Themen wie Doppelversicherungen, SVA-Selbstbehalte sowie die zwangsweise Umstellung von Dienstverhältnissen durch die Gebietskrankenkassen, ehe die Vortragenden im persönlichen Gespräch nach der Diskussion auf ganz individuelle Fragen und Probleme der Gäste eingehen konnten.

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