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Anwohnerparkplätze tagsüber für alle öffnen

Die Umsetzung der von der Wirtschaftskammer Wien mit der Stadt im Frühjahr 2017 getroffenen Vereinbarung, Anwohnerparkplätze tagsüber für alle zu öffnen, lässt weiter auf sich warten. Nun hat sich eine Allianz aus WK Wien, Ärztekammer Wien und Landwirtschaftskammer Wien gebildet, die gemeinsam die Umsetzung des Abkommens fordern.

Erfolge
  • Leistungsharmonisierung: Gleiche Leistung für gleiches Geld

    Jahrzehntelang wurde – durchaus berechtigt – von den Versicherten gefragt: Warum hat mein Cousin in Vorarlberg für seine Zahnspange nur 30% selber bezahlen müssen und ich in Wien 50%? Warum zahlen die Salzburger einen Zuschuss zur Logopädie und die anderen nicht? In Wien und Tirol gibt‘s keinen Ultraschall für Schwangere auf Kassa?

  • Zukunftsvereinbarung für Wien

    Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien präsentieren gemeinsames Arbeitsprogramm – Zentrale Schwerpunkte: Verwaltungsvereinfachungen, Ausbildung, Tourismus, Infrastrukturausbau, Internationalisierungs-Offensive

  • Erfolg für KMU: Krankengeld nun rückwirkend

    Mit 1. Juli traten mehrere Gesetzesänderungen in Kraft, darunter die rückwirkende Bezahlung des Krankengelds für Selbstständige bei lang andauernder Krankheit.

Bei Wienern und Wiener Unternehmern herrscht in dieser Frage Einigkeit: Beide Gruppen finden mehrheitlich, dass Anwohnerparkplätze tagsüber allen Parkplatz-Suchenden offen stehen sollen. Das zeigen Befragungen, die im Auftrag der Wirtschaftskammer (WK) Wien 2017 bei Wiens Bevölkerung und 2018 bei Unternehmern durchgeführt wurden. Drei Viertel der Wiener und der Unternehmer in den Bezirken zwei bis 23 sind für die Öffnung der Anrainerparkplätze, im ersten Bezirk stimmten zwei Drittel der Unternehmer dafür.

Rund 5550 Anrainerparkplätze gibt es inzwischen in Wien, die mit Abstand meisten davon in der Inneren Stadt, die auch eine beliebte Einkaufs- und Ausgehdestination in Wien ist. Dass Unternehmer verärgert sind, wenn Anrainerparkplätze leer stehen während sie selbst, Kunden und Lieferanten keinen Parkplatz finden, ist daher verständlich, findet WK Wien-Präsident Walter Ruck. 

Er drängt weiterhin auf die rasche Umsetzung des bereits im Frühjahr 2017 getroffenen Abkommens der WK Wien mit der Stadt Wien, das die Öffnung der Anwohnerparkzonen für alle im Zeitraum von acht bis 16 Uhr vorsieht. Und er hat dabei Mitstreiter, denn auch die Ärztekammer Wien und die Landwirtschaftskammer Wien haben sich der WK Wien-Forderung angeschlossen.

„Jeder freie Anwohnerparkplatz ist eine Verschwendung”

„Jeder freie Anwohnerparkplatz ist eine Verschwendung. Und leider stehen tagsüber viele dieser Parkplätze ungenutzt leer. Zudem schließt das exklusive Reservieren von vielen Parkplätzen für wenige Nutznießer die große Mehrheit an Verkehrsteilnehmern aus. Das ist nicht nur ineffizient, sondern auch zutiefst ungerecht”, sagte Ruck bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Thomas Szekeres, dem Präsidenten der Ärztekammer Wien und Franz Windisch, dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Wien. Die Befragung einzelner Bezirke zum Thema - wie sie derzeit in der Inneren Stadt stattfindet - hält Ruck für wenig sinnvoll, denn „der einzelne Bezirksbewohner wird immer für den reservierten Parkplatz vor der Haustür stimmen.” Es gehe aber nicht um den eigenen Vorteil, sondern um das große Ganze, argumentiert Ruck.

Ärzte auf Hausbesuch und Patienten in der Ordination

Auch Szekeres übte heftige Kritik an der Stadt und fordert Änderungen: „Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ist es derzeit nicht erlaubt, mit dem Arzt-im-Dienst-Schild während der Ordinationszeiten vor der Ordination zu parken. Gleichzeitig weigert sich die Stadt Wien seit Jahren, Ärztinnen und Ärzten ein Parkpickerl analog zu anderen Unternehmern und den Bedingungen der Bewohner des Bezirks auszustellen. Damit verwehrt man uns die Möglichkeit, flexibel unser Auto zu vernünftigen Konditionen in der Nähe der Ordination zu parken.” Gleichzeitig werde aber die wohnortnahe Betreuung der Bevölkerung sowie eine hohe Visitentätigkeit insbesondere der Hausärzte eingefordert, erklärte Szekeres. Sowohl Ärzte auf Hausbeuch als auch Patienten, die mit dem Auto zu Ordinationen fahren, sollten daher tagsüber in Anwohnerzonen parken dürfen, fordert Szekeres. „Wir sollten das Leben für alle so einfach wie möglich machen”, findet er.

Landwirtschaftskammer Wien-Präsidenten Windisch geht es beim Thema Parkplätze um die Versorgung der Wiener mit regionalen Lebensmitteln, die von landwirtschaftlichen Betrieben in Wien ausgeliefert werden. „Die tägliche Versorgung der Wienerinnen und Wiener mit saisonalen und regionalen landwirtschaftlichen Produkten ist uns ein wesentliches Anliegen. Dafür bedarf es funktionierender Vertriebswege in der Stadt. Diese erfolgen einerseits durch Belieferung und Betreuung der Marktstände auf den Wiener Märkten und andererseits durch steigende Direktzustellungen an Feinkostläden, die Gastronomie bis hin zum Konsumenten”, erklärte Windisch, „Um diese Lieferqualität auch in Zukunft gewährleisten zu können ist es wichtig, dass die für den Transport erforderlichen Fahrzeuge in den Kurzparkzonen abgestellt und auch tagsüber freie Anwohnerparkplätze dafür herangezogen werden können.” Auch Windisch kritisierte, dass landwirtschaftliche Betriebe keine „Parkpickerl” wie Servicekarte, Parkkleber, Tagesparkschein oder Parkkarte erhalten - mit der Begründung, dass diese nur für Gewerbetreibende, aber nicht für landwirtschaftliche Betriebe ausgestellt werden können. Windisch fordert daher die rechtlichen Voraussetzungen zur Gleichstellung mit Gewerbetreibenden ein und unterstützt die vorgeschlagenen Maßnahmen der WK Wien zur Öffnung der Anwohnerparkzonen in der Zeit von acht bis 16 Uhr. Auch die Rechtsanwalts- und die Apothekerkammer Wien schlossen sich per Aussendung der WK Wien-Forderung an.

„Um die freien Anwohnerparkplätze ist es schade und wir können die Ware ja nicht mit der Scheibtruhe ausliefern”, so Windisch. Und das gilt auch für unsere Handwerker und Lieferanten”, betonte Ruck.

Quelle: Wiener Wirtschaft

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