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Arbeitslosenversicherung: Beitrag wird gesenkt, Leistung bleibt gleich

Die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige werden rückwirkend mit 1. Juli 2018 gesenkt.

Erfolge

Der Nationalrat beschloss kürzlich, Verbesserungen in der Arbeitslosenversicherung für Selbstständige festzulegen. Damit wird eine langjährige Forderung der Wirtschaft umgesetzt. Selbstständige, die sich für den Eintritt in die Arbeitslosenversicherung entscheiden und in das System einzahlen, sind nicht mehr schlechter gestellt als Arbeitnehmer. Selbstständige kommen rückwirkend mit 1. Juli 2018 ebenfalls in den Genuss der für Dienstnehmer beschlossenen Beitragssenkung in der Arbeitslosenversicherung. 

In der niedrigsten Stufe wird der Beitragssatz damit, rückwirkend mit 1. Juli 2018, statt 89,78 Euro nur 44,89 Euro betragen (Werte 2018). 

Nach wie vor gilt, dass für einen großen Teil der Selbstständigen der Abschluss der freiwilligen Arbeitslosen versicherung nicht nötig ist. Denn die Wirtschaftskammer hat bereits vor zehn Jahren durchgesetzt, dass Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung, die sich eine Person als Arbeitnehmer erwirbt, erhalten bleiben, wenn sie sich später selbstständig macht. Diese Absicherung von Selbstständigen gegen Arbeitslosigkeit ist in der Europäischen Union (EU) fast einzigartig. Für Selbstständige, die davon nicht profitieren, ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung eine Option. 


Individuell abklären

Ob und inwieweit sich der Beitritt zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung günstig auf einen nachfolgenden Bezug des Arbeitslosengeldes auswirkt, hängt vom Einzelfall ab. Zu beachten in diesem Zusammenhang sind die engen Beitrittsfristen. Die Eintrittsmöglichkeit besteht unmittelbar nach dem Beginn der Selbstständigkeit in den ersten sechs Monaten, berechnet ab Verständigung über die Eintrittsmöglichkeit durch die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA), ansonsten erst wieder nach acht Jahren. Jenen Selbstständigen, deren Gründung noch keine sechs Monate zurückliegt und die aufgrund der Beitragssenkung nun doch Interesse hätten, in die Arbeitslosenversicherung einzutreten, bleibt für die Entscheidung nur wenig Zeit. 

Quelle: Wiener Wirtschaft

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