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Kampfansage an Arzneimittelfälscher

Gefälschte Medikamente sind ein lukratives Geschäft: Rund 1,2 Millionen Schmuggel- und Plagiatsarzneiwaren wurden im letzten Jahr in Österreich beschlagnahmt.

Erfolge
  • Leichtere Pauschalierungen. Erleichterung für Kleinunternehmer

    Bisher lag die Grenze, um als Kleinunternehmen zu gelten und damit von der Umsatzsteuer befreit zu sein, bei 30.000€ Jahresumsatz. Jahrelang blieb dieser Wert unverändert und wurde seit dem Jahr 2007 nicht an die Inflation angepasst.

  • Anhebung der GWG-Grenze. Erleichterung für alle Selbstständigen

    Aus eigener Erfahrung weiß jeder Betrieb, dass der Kauf eines Laptops, Smartphones, Druckers, von Software(-lizenzen) oder anderer Büroausstattung recht schnell recht teuer werden kann. Nichts ist ärgerlicher, als ein Anlageverzeichnis für diese Dinge zu führen und auf die korrekte Abschreibungsdauer achten zu müssen.

  • Kinderbetreuungsgeld: Neuregelung erreicht

    Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) wurde ein Jungfamilienfonds eingerichtet. Er soll Selbstständige unterstützen, die wegen einer Fristversäumnis Kinderbetreuungsgeld zurückzahlen mussten.

Um die Einfuhr illegaler und gefälschter Medikamente zum Schutz der Endverbraucher weiter zurückzudrängen, gilt seit Februar 2019 die EU-Richtlinie zur Arzneimittelfälschung. „Konsumentenschutz steht an erster Stelle. Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen gefälschte Medikamente auf den Markt kommen. Falsch dosierte Arzneimittel können schwere Nebenwirkungen verursachen und sogar zum Tod führen“, erklärt Johann F. Kwizda, Obmann des Landesgremiums Wien für den Großhandel mit Arzneimitteln, Parfümeriewaren sowie den Handel mit Farben und Lacken. „Der Schwarzmarkt boomt vor allem bei Potenzmittel, Anabolika und Betäubungsmittel. Spezielle Vorsicht gilt beim Online-Kauf“, warnt der Obmann. 95 Prozent der im Internet vertriebenen Arzneien sind  Fälschungen oder Substandard. In Österreich ist der Internet-Handel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln verboten.

Gesetzliche Maßnahmen


Zum Schutz der Konsumenten arbeiten die Pharmaindustrie, der Pharma-Großhandel, die Apotheken, die Krankenhausapotheken und die hausapothekenführenden Ärzte auf Hochtouren an der Umsetzung der Richtlinie.

„Die wichtigste Maßnahme ist ein neues digitales Sicherheitssystem für rezeptpflichtige Arzneimittel, das Medikamentenpackungen durch Seriennummern nachfolgbar macht“, so Kwizda.

Positive Bilanz


Mehr als 120 Millionen Medikamentenpackungen wurden von den Arzneimittelherstellern in einer zentralen Datenbank registriert. Rund 170 Arzneimittel-Großhändler, 1.440 öffentliche Apotheken und Krankenhausapotheken sowie 840 hausapothekenführende Ärzte und 22 In-Vitro-Fertilisations-Zentren sind an das System angebunden und stellen den reibungslosen Ablauf bei der Überprüfung und Abgabe der gekennzeichneten Medikamente sicher.
„Wir sind in Österreich als Pharmazeutische Industrie und nationaler Pharmahandel erfolgreich unterwegs und haben den finalen Umsetzungstermin der Richtlinien mit 9. Februar 2020 fest im Auge. Internetbestellungen von österreichischen Konsumenten direkt aus dem Ausland bleiben leider auch danach die unkontrollierte Lücke im Versorgungssystem", ergänzt der Obmann.

"Jeder, der seine Arzneimittel über die stationäre Apotheke oder den hausapothekenführenden Arzt bezieht, ist optimal geschützt“, sagt Johann F. Kwizda.

Quelle: Wiener Wirtschaft

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