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Der lokalen Wirtschaft mehr Gehör verschaffen

Die Initiative WKO im Bezirk informiert Betriebe vor Ort über aktuelle Entwicklungen, steht bei Problemen zur Seite und ist der direkte Draht zur Wirtschaftskammer. Die WK Wien-Obleute machen sich vor Ort für die Unternehmer stark. Ein kleiner Überblick, wie sie für ihren Bezirk arbeiten.

Erfolge
  • Leichtere Pauschalierungen. Erleichterung für Kleinunternehmer

    Bisher lag die Grenze, um als Kleinunternehmen zu gelten und damit von der Umsatzsteuer befreit zu sein, bei 30.000€ Jahresumsatz. Jahrelang blieb dieser Wert unverändert und wurde seit dem Jahr 2007 nicht an die Inflation angepasst.

  • Anhebung der GWG-Grenze. Erleichterung für alle Selbstständigen

    Aus eigener Erfahrung weiß jeder Betrieb, dass der Kauf eines Laptops, Smartphones, Druckers, von Software(-lizenzen) oder anderer Büroausstattung recht schnell recht teuer werden kann. Nichts ist ärgerlicher, als ein Anlageverzeichnis für diese Dinge zu führen und auf die korrekte Abschreibungsdauer achten zu müssen.

  • Kinderbetreuungsgeld: Neuregelung erreicht

    Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) wurde ein Jungfamilienfonds eingerichtet. Er soll Selbstständige unterstützen, die wegen einer Fristversäumnis Kinderbetreuungsgeld zurückzahlen mussten.

„Mir ist besonders wichtig, dass wir Unternehmer Rahmenbedingungen haben, die es uns erlauben, unsere Geschäfte zu machen. Es geht mir darum, Verständnis für das Unternehmertum zu erreichen”, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Deshalb hat er vor mehr als zwei Jahren die Initiative WKO im Bezirk ins Leben gerufen. 23 Bezirksobleute, die selbst Unternehmer sind, fungieren in den Bezirken als Ansprechpartner für die Betriebe. Sie vernetzen, sie informieren und setzten sich für die Anliegen der lokalen Wirtschaft ein.

„Als Unternehmerin ist es mir besonders wichtig, dass man sich gegenseitig noch besser kennenlernt. Wenn man die Unterstützung von der Kammer und vom Bezirk hat, macht das das Ganze noch attraktiver”, sagte Verena Wiesinger am Rande des Ottakringer Stammtischs. Sie bestätigt damit, wie gerne Betriebe die Chance nützen, an der Stärkung des Standorts mitzuwirken. So entstehen auf Betreiben der Bezirksobleute der WK Wien immer mehr Wirtschaftsinitiativen. Das effektivste Mittel, um Informationen zu erhalten und weiterzugeben ist nach wie vor der persönliche Kontakt. Deshalb organisieren die Bezirksobleute regelmäßig Businesstreffen mit Expertenvorträgen und mit den jeweiligen Bezirksvorstehern. Oder sie besuchen die Betriebe persönlich.

Die Themengebiete gehen niemals aus. Großbaustellen wie der U-Bahn-Ausbau, der Umbau der Rotenturmstraße oder der Zieglergasse stellen die ansässigen Betriebe vor große Herausforderungen. Die Treffen ermöglichen es oft, im Vorfeld bei der Planung mit eingebunden zu werden. Ein ganz wichtiger Punkt bei den Businesstreffen sind die Serviceangebote der WK Wien. Experten stellen Förderungen oder Rechtsberatungen vor und können vor Ort auf die individuellen Fragen der Unternehmer eingehen. So erfährt so mancher von Unterstützungsmöglichkeiten, von denen er vorher noch nichts gewusst hat.
 

„Wir kümmern uns um jeden Betrieb und um gute Rahmenbedingungen für alle Unternehmer.” - Walter Ruck, Präsident WK Wien


Betriebe am Standort halten

WK Wien-Bezirksobmann für den 16. Bezirk, Wolfgang Böhm, hat den Stammtisch der Ottakringer Unternehmer ins Leben gerufen. Gemeinsam mit ihm sprachen diesmal WK Wien-Präsident Walter Ruck und Bezirksvorsteher Franz Prokop über den Wirtschaftsstandort Ottakring. Wichtige Investitionen im Bezirk sollen den Standort noch verbessern. Leitbetriebe wie die Brauerei, oder Staud’s am Brunnenmarkt sind Botschafter in die ganze Welt. „Die Wirtschaftsleistung in Ottakring soll erhalten bleiben und die Unternehmer unterstützen einander durch das Netzwerk gegenseitig, damit der Slogan ‚Geh nicht fort, bleib im Ort’ kein Schlagwort bleibt”, so Böhm.


Design und Wirtschaft

Vera Schmitz, WK Wien-Bezirksobfrau im 9. Bezirk, besuchte die Glaserei von Reinhard Bauer. Der Betrieb nahm an den Passionswegen der Vienna Design Week teil. Der finnische Designer Teemu Saalonen entwarf für die Glaserei eine Lampe. „Hier wurde der Kooperation von Kunst und Wirtschaft eine neue Ebene eröffnet. Das Ergebnis ist künstlerisch beeindruckend”, sagt Schmitz. Für Bauer war die Zusammenarbeit eine Abwechslung zum Tagesgeschäft: „Bei derartigen Zusammenführungen zwischen Künstlern und Handwerkern lernt man interessante Menschen kennen und es können sich weitere Beziehungen für die Zukunft bilden.“


Marktoffensive startet

„Die Märkte sind für die Nahversorgung wichtig, sie machen viel vom Charme der Stadt aus. Wir müssen uns um die Marktstandler kümmern”, sagt Martin Schöfbeck, WK Wien-Bezirksobmann, der die Marktoffensive zur Unterstützung der Unternehmer auf den Wiener Märkten einleitet. Im 2. Bezirk werden die Standler vom Karmelitermarkt, Vorgartenmarkt und Volkertmarkt eingeladen, bei einem Netzwerktreffen am 13. November im Restaurant Leopold über ihre Herausforderungen zu sprechen und wie man sie dabei unterstützen kann. Auch die Warenpräsentation oder die Onlinepräsenz werden thematisiert.


Multikulti macht stark

„Ich habe Mitarbeiter mit vielfältigem kulturellen Hintergrund und interessiere mich als Unternehmer daher sehr dafür, wie Diversität innerhalb eines Betriebs, aber auch zwischen Unternehmern und Kunden funktioniert”, sagt Andreas Schwarz, WK Wien-Bezirksobmann im 12. Bezirk. Er lud zu einem Expertinnenvortrag und freute sich über das große Interesse an diesem Thema. Viele Unternehmer wollten mehr über andere Kulturen und Sprachen erfahren. Eine Fortsetzung ist wegen des großen Erfolgs sicher.


Hannovermarkt runderneuert

Seit dem Frühjahr wird der Hannovermarkt renoviert. Um den laufenden Betrieb der einzelnen Stände nur möglichst kurz zu stören, wird in kleinen Bauabschnitten gearbeitet. Neben der Sanierung wird es Bänke, einen Trinkbrunnen und ein Anti-Graffiti-System auf allen Marktständen geben, damit der Markt sauber bleibt. „Nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten starten wir den Anlauf für eine Wirtschaftsinitiative hier am Markt, mit dem Ziel, das Marketing auf ein professionelles Niveau zu heben. An der Sauberkeit müssen wir weiter arbeiten - Unternehmer gehen mit guten Beispiel gegen die Verunreinigung mit Plastik und Lebensmitteln voran“, meint Christian Enöckl, WK Wien-Bezirksobmann für den 22. Bezirk.


EPU im Fokus

„Der Oktober steht ganz im Zeichen der Ein-Personen-Unternehmen. Daher habe ich diese Gruppe in Penzing gezielt zu einem Netzwerkabend eingeladen. Ich freue mich, dass so viele gekommen sind”, sagt Andreas Eisenbock, WK Wien-Bezirksobmann im 14. Bezirk. Er informierte letzte Woche gemeinsam mit Kasia Greco, der EPU-Beauftragten der WK Wien, rund 50 Einzelunternehmer zu Service-Angeboten, die speziell auf diese Gruppe zugeschnitten sind: In vielen Workshops wird Praxiswissen vermittelt - von der Unternehmensentwicklung über Kundengewinnung bis zum Digitalisierungsschwerpunkt. Darüber hinaus können Ein-Personen-Unternehmen Meeting-Räume im Haus der Wiener Wirtschaft für ihre geschäftlichen Besprechungen buchen und sich über Förderungen informieren. Das Netzwerken vor Ort spielt ebenfalls eine ganz große Rolle.


Hotspot Neubaugasse

Die Route des 13 A und der U-Bahn-Ausbau verunsichern die Betrieb vor Ort. Der neue Vorstand des Einkaufsstraßenvereins setzt gemeinsam mit Rainer Newald, WK Wien-Bezirksobmann für den 7. Bezirk, alles daran, dass die Betriebe gut informiert und vorbereitet sind, wenn der Bau im März 2020 startet. Fragen zu Durchfahrt, Zeitplan, Ladezonen und Schanigärten wurden an die Verantwortlichen  gestellt. „Die Betriebe sollen so ungestört wie möglich weiterarbeiten können.”, so Newald.

Quelle: Wiener Wirtschaft

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