News

Die Seidenstraße soll auch nach Österreich führen

Die neue Seidenstraße würde nach derzeitiger Planung an Österreich vorbeigehen. Daher setzt sich die Wirtschaftskammer Wien dafür ein, dass Österreich stärker in das Projekt "Belt and Road Initiative" eingebunden wird. Eine Möglichkeit dazu wäre ein Anschluss an das Breitspur-Schienennetz Osteuropas, das die WK Wien bereits seit längerem fordert.

Erfolge

Das Projekt der neuen Seidenstraße, mit der die Volksrepublik China die Handelsbeziehungen zu Europa und den Ländern auf dem Weg dorthin massiv ausbauen will, gibt es seit 2013. Durch die "Belt and Road Initiative" (BRI) will China ein Netz an neuen Verkehrsverbindungen aufbauen, das von Eisenbahnlinien über Straßenverbindungen bis zu Telekommunikationsverbindungen, Pipelines und Schiffsrouten mit Hafenanlagen und Logistikhubs reicht.

Drei Routen nach Europa - eine zu Wasser und zwei zu Land

Zurzeit stehen für die Neuauflage der Seidenstraße drei Routen zur Debatte - zwei Landverbindungen und eine Seeverbindung:

  • Eine nördliche Landverbindung durch die zentralasiatischen Staaten über Moskau-Hamburg-Rotterdam bis nach Madrid.

  • Eine südliche Landverbindung über den Iran und die Türkei.

  • Und eine Seeverbindung über das südchinesische Meer, den indischen Ozean und das Rote Meer zu den Mittelmeerhäfen Europas.

China könnte mit der „Belt and Road Initiative” rund 4,4 Milliarden Menschen in 65 Ländern erreichen. Das sind rund 70 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern mit insgesamt 55 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent der bekannten Energiereserven. Alle bisher vorliegenden Pläne haben aus österreichischer Sicht jedoch einen Haken: Die geplanten Infrastrukturnetze führen alle an Österreich vorbei.

Daher fordert die Wirtschaftskammer Wien mehr Engagement seitens der heimischen Politik für einen Anschluss Östereichs an die neue Seidenstraße. 

"Die Politik muss sich für die Anbindung an die neue Seidenstraße stärke reinsetzen." - Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Viele zentraleuropäische Hauptstädte wie Warschau, Budapest, Belgrad und Prag werden direkt an die Seidenstraße angebunden sein.

„Das ist ein enormer Wettbewerbsvorteil für die außenhandelsorientierte Wirtschaft. Wenn es Österreich nicht schafft, an die Seidenstraße angebunden zu werden, wird auch das Exportpotenzial, das sich in den Ländern entlang der Seidenstraße bietet, nicht optimal genutzt werden können." - Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Breitspurbahn-Anschluss als Teil der neuen Seidenstraße

Die Wirtschaftskammer Wien setzt sich schonlange für den Bau eines Breitspur-Schienenstrangs vom slowakischen Kosice bis in den Wiener Raum ein. Denn in Osteuropa und Asien fährt die Bahn mit Spurweiten von 1520 bzw. 1524 Millimeter (mm), in der EU sind hingegen 1435 mm üblich. Um die Frage zu klären, wo die Anbindung der Breitspurbahn an Mitteleuropa bestmöglich zu bewerkstelligen ist, wurde die Breitspur Planungsgesellschaft gegründet. Daran sind neben den ÖBB auch die Bahnunternehmen aus der Slowakei, der Ukraine, und Russlands beteiligt. Ein Umschlagterminal der Breitspurbahn inklusive Logistikzentrum im Raum Wien würde die Ostregion zu einem europäischen Verkehrsknoten machen. Dies kann auch als Teil der neuen Seidenstraße genutzt werden. 

Lesen Sie hier mehr zu dem Thema:

Seidenstraße: Biach will Wien als Umschlagplatz

Wie 10 Zentimeter die Seidenstraße nach Wien verlängern

Chance Seidenstraße

Foto-Rückblick:

News: Jetzt teilen!

Antrag auf Mitgliedschaft Wirtschaftsbund Wien

In 3 einfachen Schritten werden Sie Mitglied bei Wiens größter Interessenvertretung für Selbstständige und unternehmerisch denkende Menschen!

1. IHRE PERSÖNLICHEN DATEN:

* Zutreffendes bitte ankreuzen

** KMU nach Selbsteinschätzung Euro 120 - Euro 360

2. MITGLIEDSART AUSWÄHLEN:

Der Wiener Wirtschaftsbund bietet mehrere unterschiedliche Möglichkeiten der Mitgliedschaft.

2.1. MITGLIEDSART AUSWÄHLEN
2.2. JAHRESBEITRAG FESTSETZEN
2.3. OPTIONALE BEITRITTSPENDE
3. ICH MÖCHTE AKTIV WERDEN: