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„Die Wiener Händler sind die Landschaftsgärtner der Stadt”

Beim Handelstag 2018 drehte sich alles um das Spannungsfeld Online- und stationärer Handel. Dabei stand besonders die Zukunft im Fokus.

Erfolge

Wie werden sich Online- und stationärer Handel weiter entwickeln? Dieser Frage widmete sich der diesjährige Handelstag der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien.

In Europa wächst der Onlinehandel um durchschnittlich acht Prozent pro Jahr, Österreich liege knapp darunter, sagte Walter Wölfler, Österreich-Chef des internationalen Immobiliendienstleisters CBRE, in seinem Auftaktstatement. Er riet dem Handel zu einer Omnichannel-Strategie und brachte das Beispiel des Modehändlers Zara, der in einem Geschäft in London wie gewohnt Mode verkauft, aber auch einen Teil der Fläche für online gekaufte Produkte reserviert hat. Die Kunden können sie dort abholen, anprobieren und auch retournieren. Das bringe steigende Umsätze.

Neben dem veränderten Konsumverhalten der jungen Generation kämpfe der Einzelhandel mit einer Kostenexplosion, vor allem bei Immobilien. Wölfler ortete bei Geschäftsmieten in Wien ein „Auseinanderdriften der guten und der schwierigen Lagen”. Die Preise würden in guten Lagen überproportional steigen.

Wie sehr der Einzelhandel das Stadtbild prägt und welche Strategien für den Sektor erfolgversprechend sind, wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion erörtert, an der neben Wölfler und Handelsobmann Rainer Trefelik auch Petra Dobrocka, Gründerin des Logistik-Start-ups byrd, Jörg Bitzer, Geschäftsführer von EHL Immobilien, und Einkaufszentren-Betreiber Richard Lugner, Träger des diesjährigen Handels-Hermes, teilnahmen. 

Mit Partnern die Kombination online und offline bewältigen

Trefelik bezeichnete den stationären Händler dabei als „Landschaftsgärtner Wiens”. Der Onlinehandel sei aber nicht mehr wegzudenken. Um vor allem die damit verbundene Logistik stemmen zu können, plädierte er für Partnerschaften mit entsprechenden Playern am Markt. Einer davon ist Dobrockas Start-up byrd, das für die Kunden Online-Käufe logistisch abwickelt. Sie machte sich für das Konzept stark, leer stehende Geschäfte als Lager für die „letzte Meile” bis zum Endkunden zu nutzen. Diese könnten, so Dobrocka, bei entsprechender Präsentation auch mehr sein als bloße „Abholbuden”.

Bitzer betonte, dass für den stationären Handel alternative Nutzungskonzepte wichtig seien. Geschäfte, Ärzte, Therapeuten und Dienstleister in einer Straße erhöhen die Frequenz.

Händler in schwierigen Lagen müssen gemeinsam mit der Gastronomie ein Profil entwickeln, riet Wölfler. „Neue Technologien nützen, Beratung, Service und das persönliche Einkaufserlebnis schaffen.” Lugner trat für flexiblere Öffnungszeiten und vor allem die Sonntagsöffnung im Handel ein. „Sonst entgeht uns das Geschäft mit den Touristen.” 

Quelle: Wiener Wirtschaft

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