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Entsendete Arbeitskräfte kosten Österreich 1,5 Milliarden Euro

Maria Smodics-Neumann: „Wenn die Politik nicht will, dass im Gewerbe und Handwerk ganze Branchen sterben, muss jetzt gehandelt werden. An den Umsätzen hängen schließlich Arbeits- und Lehrplätze. Für alle Unternehmen müssen die gleichen Rahmenbedingungen gelten.“

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Unternehmen mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum entsenden Arbeitskräfte nach Österreich, um hier Dienstleistungen zu verrichten. Der Staat Österreich verliert dadurch Einnahmen von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Den Betrieben entgehen Umsätze in Milliardenhöhe, während andere Länder von Wettbewerbsvorteilen profitieren. Die Folge davon: Branchen sterben, Betriebe müssen zusperren, Arbeitsplätze gehen verloren. 

Eine neue Studie der KMU-Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer zeigt deutlich die gravierenden Auswirkungen von entsendeten Arbeitskräften:

• Österreichischen Betrieben entgehen rund 4,4 Milliarden an Umsätzen.

• Dem Staat Österreich entgehen 983 Millionen Euro an Steuern und Abgaben.

• Österreichische Arbeitskräfte werden von ausländischen ersetzt. Darum muss Österreich 535 Millionen Euro mehr Arbeitslosengeld bezahlen.

• Andere EU-Länder haben eklatant geringere Lohnnebenkosten als Österreich. Die österreichischen Unternehmen haben daher einen klaren Wettbewerbsnachteil. Sie können mit den Dumpingpreisen nicht mithalten.

• Jährlich werden rund 150.000 Arbeitskräfte entsendet, davon rund ein Viertel nach Wien. Das bedeutet den Verlust von 1 Milliarde Euro an Umsätzen allein in Wien.

Gemeinsam mit der Gewerkschaft setzen wir uns daher für faire Rahmenbedingungen für Unternehmen und damit für eine faire Vergabe ein. Nicht das billigste, sondern das beste Angebot soll bei öffentlichen Aufträgen den Zuschlag erhalten. Mehr Informationen dazu unter: http://www.faire-vergaben.at/

Von Maria Smodics-Neumann, Wirtschaftsbund Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Wien

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