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Für Qualität und gegen Pfusch

Die Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung setzt sich für mehr Qualität in der Personenbetreuung ein und kämpft gegen unredlichen Wettbewerb im Bereich der Lebens- und Sozialberater.

Erfolge
  • Ein starker Impuls für den Standort

    Vergabe-Bonus. Die Stadt will Wiener Betriebe beim Vergabewesen stärker berücksichtigen. Ein großer Erfolg für das Engagement der Wirtschaftskammer Wien, freut sich Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk

  • „Neuen Fernbus-Terminal jetzt zügig umsetzen”

    Die Stadt Wien will den neuen, lange von der Wirtschaftskammer (WK) Wien geforderten Fernbusterminal im zweiten Bezirk nahe dem DusikaStadion errichten. Davor Sertic, Obmann der Sparte ransport und Verkehr und Wilhelm Böhm, Obmann der Fachgruppe Bus der WK Wien freuen sich, dass die Entscheidung endlich getroffen wurde und drängen auf eine zügige Umsetzung des Projekts.

  • Auftrieb für Wiens Wirtschaft

    Dritte Piste. Die letztinstanzliche Genehmigung der dritten Piste am Flughafen Wien durch den Verwaltungsgerichtshof ist ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort und ein Erfolg für das Engagement der Wirtschaftskammer Wien.

Was Lebens- und Sozialberatung und Personenbetreuung gemeinsam haben, erklärt Harald Janisch so: „Beide Berufsgrupppen begleiten Menschen in schwierigen Situationen und helfen, Familien zu stabilisieren.” Als Obmann der Wiener Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung vertritt Janisch die Interessen beider Branchen. 

In der Personenbetreuung stehen Sicherung und Erhöhung der Qualität im Vordergrund. Die Wiener Fachgruppe übernimmt dabei häufig eine bundesweit federführende Rolle, etwa bei der Ausarbeitung Standes- und Ausübungsregeln für Agenturen, die Betreuungsdienstleistungen vermitteln, oder als Initiator des neuen Qualitätssiegels für diese Gruppe. Gemeinsam mit der niederösterreichischen Fachgruppe hat Wien die Weiterbildungsakademie für selbstständige Personenbetreuer ins Leben gerufen. Sie bietet für die meist weiblichen Betreuer aus osteuropäischen Ländern, die hier in der 24-Stunden-Betreuung arbeiten, Seminare zur Wissenserweiterung, zur Reduktion körperlicher Belastungen und Erhöhung der Sprachkompetenz an - in deren Herkunftsländern. Darauf basierend, hat die Wiener Fachgruppe auch ein Konzept für ein Qualitätszertifikat für Personenbetreuerinnen entwickelt, das laut Janisch bald österreichweit ausgerollt werden soll. 

Eine Pflegereform, die allen nützt

Der Fachgruppenobmann fordert auch die Erhöhung des Pflegegeldes und höhere Fördergelder für die 24-Stunden-Betreuung. So bliebe Betreuung für die Familien weiterhin leistbar und die Betreuerinnen würden angemessene Honorare erhalten. Auch der Staat würde profitieren, so Janisch, denn: „Pflege zuhause ist billiger als im Heim.”

Im Bereich der Lebens- und Sozialberater will die Fachgruppe das Angebot der Mitgliedsbetriebe, die sich in psychosoziale, ernährungswissenschaftliche und sportwissenschaftliche Berater teilen, bekannter machen. Beiträge dazu sind etwa die Dachmarke ImpulsPro, die für qualifizierte Beratung steht, oder das Wiener Resilienz-Modell, ein Beratungskonzept für Einzelne und Firmen, das auf die Stärkung der Widerstandskraft erwerbstätiger Menschen in den drei Tätigkeitsfeldern der Lebens- und Sozialberatung zielt. 

Auch der Kampf gegen Pfusch beschäftigt die Interessenvertreter. Lebens- und Sozialberatung ist ein reglementiertes Gewerbe, der Leistungsumfang in der Gewerbeordnung definiert. Trotzdem arbeiten immer wieder andere Professionen in ihren Bereich hinein. Ein Beispiel ist die Supervision. Hier liegt die Fachgruppe mit dem Verband der Supervisoren im Clinch, der viele freiberuflich tätige Supervisoren vertritt, die weder Gewerbeschein noch die alternativ verlangte medizinische Ausbildung haben. Laut Janisch greifen öffentliche Einrichtung bei der Vergabe von Supervisionsaufträgen oft auf dessen Mitgliederlisten zurück. „Diese Praxis ist einzustellen”, fordert Janisch. In der Steiermark ist dazu bereits eine Klage anhängig. Die Stadt Wien, mit der es zu diesem Thema intensive Gespräche gebe, habe Verständnis für die Problematik gezeigt. 

Quelle: Wiener Wirtschaft

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