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Geld von den Sparbüchern in die Betriebe

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Erfolge

Wir erleben gerade den kräftigsten Wirtschaftsaufschwung seit Jahrzehnten. Die Betriebe suchen Personal und bereiten Projekte vor, die für unsere Zukunft sehr wichtig sind. Bei der Finanzierung neuer Vorhaben setzen immer mehr Betriebe neben Bankkrediten auch auf alternative Wege wie Crowdfunding, Business Angels oder Stille Beteiligungen. Und sie sind damit erfolgreich.

Von diesen neuen Impulsen würden wir alle profitieren. - Walter Ruck

In Österreich gibt es noch sehr viel Potenzial für alternative Finanzierungen. Denn immer noch horten Herr und Frau Österreicher lieber hunderte Milliarden Euro auf extrem niedrig verzinsten Sparbüchern und nehmen Jahr für Jahr einen realen Wertverlust in Kauf, als dass sie einen nennenswerten Teil dieses Betrags in heimische Unternehmen investieren, die voller Tatendrang und neuer Ideen an der Zukunft arbeiten. Ziel muss daher sein, mit neuen Anreizen Geld von privaten Sparbüchern in die Betriebe zu bringen. 

Anreize für privates Investieren

Wir haben daher in der Wirtschaftskammer Wien Vorschläge entwickelt, wie ein solcher Anreiz aussehen kann. So könnte etwa für Privatpersonen, die frisches Risikokapital zur Verfügung stellen, ein Beteiligungsfreibetrag von bis zu 100.000 Euro geschaffen werden, der über fünf Jahre absetzbar ist. Auch eine staatliche Garantie in Form einer „kleinen Einlagensicherung” auf Wert- und Beteiligungspapiere für Private, die mit ihrem Sparkapital investieren, wäre ein wirksamer Anreiz.

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