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Kaffeesieder und Wirte sind keine Kindergärtner!

WB Interessenvertreter fordern politisches Bewusstsein für Herausforderungen der Mitgliedsbetriebe und rechtliche Änderungen im Hinblick auf das kommende totale Rauchverbot

Erfolge
  • Leichtere Pauschalierungen. Erleichterung für Kleinunternehmer

    Bisher lag die Grenze, um als Kleinunternehmen zu gelten und damit von der Umsatzsteuer befreit zu sein, bei 30.000€ Jahresumsatz. Jahrelang blieb dieser Wert unverändert und wurde seit dem Jahr 2007 nicht an die Inflation angepasst.

  • Anhebung der GWG-Grenze. Erleichterung für alle Selbstständigen

    Aus eigener Erfahrung weiß jeder Betrieb, dass der Kauf eines Laptops, Smartphones, Druckers, von Software(-lizenzen) oder anderer Büroausstattung recht schnell recht teuer werden kann. Nichts ist ärgerlicher, als ein Anlageverzeichnis für diese Dinge zu führen und auf die korrekte Abschreibungsdauer achten zu müssen.

  • Kinderbetreuungsgeld: Neuregelung erreicht

    Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) wurde ein Jungfamilienfonds eingerichtet. Er soll Selbstständige unterstützen, die wegen einer Fristversäumnis Kinderbetreuungsgeld zurückzahlen mussten.

„In etwas mehr als 30 Stunden kommt auf die Wiener Kaffeesieder, Gastronomiebetriebe, deren Gäste und die unzähligen Anrainer mit dem totalen Rauchverbot eine noch nie dagewesene Veränderung zu. Das kann nur mit gegenseitigem Verständnis und rechtlichen Nachbesserungen funktionieren“, machen Peter Dobcak, Wirtschaftsbund Fachgruppenobmann der Wiener Gastronomiebetriebe und Wolfgang Binder, Wirtschaftsbund Fachgruppenobmann der Wiener Kaffeehäuser, auf die bisher größte Herausforderung aller Zeiten zwischen Betrieben, Gästen, AnrainerInnen und damit letztendlich auch mit der Stadt Wien aufmerksam. Sie befürchten, dass das bis jetzt gute Miteinander und der Interessenausgleich bei Einführung des totalen Rauchverbots „ohne begleitende Maßnahmen und rechtlichen Nachbesserungen auf der Strecke bleiben werden.“

Wirte und Kaffeesieder sind keine Kindergärtner!
Sobald Gäste eines Lokals zum Rauchen vor die Türe gehen, haben die Geschäftsführung und MitarbeiterInnen eines Betriebs kaum Möglichkeiten, ordnend einzugreifen oder für Ruhe zu sorgen. „Sollten sich dann zum Beispiel Anrainer über Lärm oder Rauch beschweren, ziehen die Gast- und Kaffeehäuser bei aktueller Gesetzeslage den Kürzeren. Auch wenn wir die Gewerbeordnung in der Vergangenheit bereits etwas zum Besseren ändern konnten“, wie beide beschreiben:
„Nur reicht das ab 1.November nicht mehr. Wir sind keine Kindergärtner. Wir brauchen politisches Verständnis für die Situation unserer Mitgliedsbetriebe und rechtliche Reformen!“

Forderungskatalog an Stadt Wien und Bund
„Für uns ist es unverständlich, warum die Stadt Wien eine Sonderrolle als ‚Klassenbester‘ im Wirte- und Kaffeesieder-Verschrecken einnehmen will. Beim Vollzug eines Bundesgesetzes sollte, wie auch in den acht übrigen Bundesländern angekündigt, ein gewisses Augenmaß bzw. der Grundsatz ‚Beraten statt Strafen‘ verfolgt werden“, legen die beiden WB-Interessenvertreter ihre Auffassungsunterschiede mit der Stadt Wien beim Thema Willkommenskultur gegenüber Wirtschaftstreibenden dar.

Sie machen sich zudem stark für eine Veränderung der Gewerbeordnung, im Speziellen bei §113 und fordern, dass die Gastronomen und die Kaffeesieder nicht mehr für das Verhalten von Menschen vor ihren Türen haftbar gemacht werden: „Das ist Bundessache. Aber auch der derzeitigen Übergangsregierung und den Expertenkabinetten müsste es ein Anliegen sein, das bis jetzt gute Miteinander in den österreichischen Städten und Gemeinden zu erhalten“, wenden sich Binder und Dobcak in Richtung der Bundesregierung.

Absurditäten und Branchensterben
Vollkommen unverständlich wird es für die beiden Interessenvertreter, wenn bürokratische Schikanen das Wirtschaften der Betriebe erschweren oder sogar ganze Branchen ohne Not umgebracht werden, Wolfgang Binder präzisiert die Situation in den Wiener Kaffeehäusern: „Ab 1. November darf in keinem Kaffeehaus Wiens mehr geraucht werden, trotzdem muss in jedem Kaffeehaus ein Nichtraucher-Pickerl kleben, sonst hagelt es Strafen. Vollkommen weltfremd!“, so Binder.

Peter Dobcak sieht das genauso: „Richtig verrückt wird es dann, wenn mit dem Rauchverbot eine ganze Branche ausradiert und die Betriebe und deren Mitarbeiter allein im Regen stehen gelassen werden. Gerade für die Shisha-Bars braucht es eine Ausnahme vom totalen Rauchverbot. Niemand geht in eine Shisha Bar wegen einem Soda Zitron. Dort geht man hin, um eine Wasserpfeife zu rauchen“, so Dobcak.

„Wirte sind keine Kindergärtner, werden vom Gesetzgeber aber als solche angesehen und haftbar gemacht. Dagegen wehren wir uns! Wir kämpfen auch nach dem 1. November für unsere Betriebe weiter“, geben sich Peter Dobcak und Wolfgang Binder zum Abschluss kampfbereit.

Unterstützen Sie Peter Dobcak in der Gastronomie und beantragen Sie jetzt Ihre Wahlkarte auf www.wkwahl.wien/peterdobcak

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