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Keine Bereicherung, nur Belästigung

Mozart-Kartenverkäufer. TicketVerkäufer im Mozartkostüm irritieren Einwohner und Touristen. Das ist alles andere als eine Bereicherung des Stadtbildes, erklärt Gerti Schmidt, Obfrau der Freizeit- und Sportbetriebe.

Erfolge
  • Ein starker Impuls für den Standort

    Vergabe-Bonus. Die Stadt will Wiener Betriebe beim Vergabewesen stärker berücksichtigen. Ein großer Erfolg für das Engagement der Wirtschaftskammer Wien, freut sich Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk

  • „Neuen Fernbus-Terminal jetzt zügig umsetzen”

    Die Stadt Wien will den neuen, lange von der Wirtschaftskammer (WK) Wien geforderten Fernbusterminal im zweiten Bezirk nahe dem DusikaStadion errichten. Davor Sertic, Obmann der Sparte ransport und Verkehr und Wilhelm Böhm, Obmann der Fachgruppe Bus der WK Wien freuen sich, dass die Entscheidung endlich getroffen wurde und drängen auf eine zügige Umsetzung des Projekts.

  • Auftrieb für Wiens Wirtschaft

    Dritte Piste. Die letztinstanzliche Genehmigung der dritten Piste am Flughafen Wien durch den Verwaltungsgerichtshof ist ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort und ein Erfolg für das Engagement der Wirtschaftskammer Wien.

„Seit mehr als 25 Jahren führe ich Gäste durch Wien und erlebe immer wieder Begeisterung und großes Interesse an Kunst, Kultur, Architektur, Musik oder auch Geschichte”, erklärt Gerti Schmidt, Obfrau der Freizeit und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Wien. Irritiert ist Schmidt allerdings von den zahlreichen Ticket-Verkäufern in Mozart-Kostümen. Mit schlechtsitzenden weißen Perücken, in abgetragenen Kostümen und mit Sneakers wirken manche von ihnen geradezu skurril, so die Obfrau.

Doch es sei weniger ihr Aussehen, sondern ihr Auftreten, das dem Image Wiens schade. „Sie stehen vor touristischen Hotspots wie der Oper oder der Hofburg und verstellen die Wege. Es ist manchmal ein regelrechter Spießrutenlauf für Passanten. Und die meist sehr aggressive Verkaufspolitik ist eine enorme Belästigung.” Das Auftreten vergräme Touristen und Einwohner gleichermaßen. „Für von uns geführte Gäste fungieren wir Fremdenführer als erste Kontaktperson. Wir können ihnen kompetent Auskünfte und Empfehlungen geben.” Denn die meisten Gäste wollen hauptsächlich selbst entscheiden, wann und wo sie Konzerte und andere Darbietungen besuchen. Als besonders kritisch sei zu bewerten, dass Kartenverkäufer mit „Lockangeboten Etikettenschwindel betreiben”.

Nach der ausschließlich verkaufsorientierten Information durch die Ticket-Verkäufer erwarten sich die Kunden Konzerte mit den Wiener Philharmonikern und stoßen in der Veranstaltung oft auf ganz andere Orchester, gibt Schmidt zu bedenken. Und: „Im Grunde agieren diese Verkäufer in einer Gesetzeslücke, denn der gewerbliche Straßenverkauf ist in Österreich gar nicht erlaubt.”

Dieser Wildwuchs an Mozart-Kartenverkäufern gehöre eingedämmt. „Modelle gibt es bereits. Wir wünschen uns, dass es, ähnlich wie bei den Straßenmusikern, auch für die Ticket-Verkäufer Platzkarten für bestimmte Zeiten und Standorte gibt”, fordert Schmidt. Immer wieder fährt Wien Rekorde in der Besucherstatistik ein. „So erfreulich diese Bilanz ist, so ist sie auch eine Verpflichtung für uns, die Attraktivität unserer Stadt zu erhalten”, so Schmidt.

Quelle: Wiener Wirtschaft

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