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Martin Heimhilcher: „Brauchen mehr Tempo beim Internet”

Die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet ist die Basis, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können, sagt Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting. Wiens Unternehmen benötigen einen raschen Ausbau.

Erfolge
  • Leichtere Pauschalierungen. Erleichterung für Kleinunternehmer

    Bisher lag die Grenze, um als Kleinunternehmen zu gelten und damit von der Umsatzsteuer befreit zu sein, bei 30.000€ Jahresumsatz. Jahrelang blieb dieser Wert unverändert und wurde seit dem Jahr 2007 nicht an die Inflation angepasst.

  • Anhebung der GWG-Grenze. Erleichterung für alle Selbstständigen

    Aus eigener Erfahrung weiß jeder Betrieb, dass der Kauf eines Laptops, Smartphones, Druckers, von Software(-lizenzen) oder anderer Büroausstattung recht schnell recht teuer werden kann. Nichts ist ärgerlicher, als ein Anlageverzeichnis für diese Dinge zu führen und auf die korrekte Abschreibungsdauer achten zu müssen.

  • Kinderbetreuungsgeld: Neuregelung erreicht

    Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) wurde ein Jungfamilienfonds eingerichtet. Er soll Selbstständige unterstützen, die wegen einer Fristversäumnis Kinderbetreuungsgeld zurückzahlen mussten.

Die Sparte Information und Consulting ist bezogen auf die vertretenen Branchen sehr vielfältig. Bringt man das alles unter einen Hut?

Ja, in der Branchenverteilung ist das auf den ersten Blick richtig. Wir haben von den ITund Telekom-Unternehmen, Unternehmensberatern über Werber, Immobilientreuhänder, Versicherungsmakler, Finanzdienstleister, Buchhalter bis zu den Druckern, Ingenieurbüros und Entsorgern sehr unterschiedliche Branchen in unserer Sparte vertreten. Auf den zweiten Blick gibt es gemeinsame Themen und Interessen, die alle betreffen und beschäftigen.

Welche?

Alle diese Branchen sind sehr stark wissensbasiert. Was uns alle auch sehr stark betrifft - aktiv wie passiv - ist die Digitalisierung. Wir sind die Sparte der Digitalisierung.

Digitalisierung wird mitunter auch negativ wahrgenommen. Ist die Digitalisierung ein Feindbild?


Nein, soweit würde ich nicht gehen. Es gibt natürlich eine gewisse, diffuse Verunsicherung aufgrund des Veränderungsprozesses. Dessen Tempo hat sich deutlich beschleunigt, was vielen Menschen vielleicht auch Angst macht. Wichtig ist es, die Chancen zu sehen, die die Digitalisierung bietet - und sie auch zu nutzen. Digitalisierung kann unser Arbeitsleben vereinfachen, neue Kunden und neue Geschäftsmodelle eröffnen. Basis dafür ist eine funktionierende Infrastruktur.

Wo hapert es da?


Auch in Wien brauchen wir flächendeckend schnelles Internet. Das ist die Basis der Digitalisierung. In vielen Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmen haben wir immer wieder Klagen über die Versorgung mit Breitbandinternet gehört. In der Folge haben wir die Wiener Unternehmen online dazu befragt. Die Ergebnisse haben das bestätigt.

Was ist konkret herausgekommen?


40 Prozent der Unternehmen in Wien sind mit der Leistung ihrer Internetverbindung wenig oder gar nicht zufrieden. Das haben wir in dieser Höhe so nicht erwartet. Vor allem auch in den Randlagen Wiens ist die Versorgung mit schnellem Internet nicht zufrieden stellend. Aber auch innerstädtisch gibt es in einzelnen Bezirken Probleme, beispielsweise in Neubau und in der Inneren Stadt. Hauptkritikpunkte der Unternehmen sind die mangelnde Geschwindigkeit und die Häufigkeit von Störungen.

Das bedeutet …


… dass wir beim Breitbandausbau in Wien das Tempo erhöhen müssen. Denn die Anforderungen an die Internet-Anbindung steigen. Daten-intensive Anwendungen und CloudComputing sind im Vormarsch. Kurz gesprochen: Ohne schnelles Internet keine Digitalisierung und ohne Digitalisierung kaum eine wirtschaftliche Zukunft. Das wissen auch die Wiener Betriebe. 84 Prozent ist ein schneller Breitbandausbau in der Stadt sehr wichtig. Auch das hat unsere Befragung ergeben - und ist ein klarer Handlungsauftrag.

Quelle: Wiener Wirtschaft

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