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Mehr Öffis, so bleibt die Stadt in Bewegung

Wiens öffentlicher Verkehr stößt an seine Kapazitätsgrenzen, viele Betriebsgebiete sind noch nicht einmal gut angebunden. Die Wiener Sozialpartner, Arbeiterkammer Wien und Wirtschaftskammer Wien fordern daher den Ausbau des Schnellbahnnetzes, damit Mitarbeiter ihre Betriebe gut mit Öffis erreichen können. Das schafft auch mehr Platz auf den Straßen, z.B. für den Wirtschaftsverkehr.

Erfolge

„Der Großraum Wien wächst rasant, ebenso das Mobilitätsbedürfnis. Wir brauchen daher ein effizienteres Schnellbahn- und Busnetz, das die bestehenden Verbindungen entlastet und die Erreichbarkeit der Betriebsgebiete am Stadtrand verbessert”, betonte WK Wien Präsident Walter Ruck bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit AK-Präsident Rudi Kaske.

„Die Verhandlungen der Verkehrsdienstverträge sind die Chance, jetzt für die nächsten zehn Jahre noch mehr Schnellbahnzüge auf die Schienen zu bringen”, erklärte Kaske.

Die Wiener Sozialpartner fordern, dass die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland bei diesen Verhandlungen mit dem Bund deutlich mehr Schnellbahn-Verbindungen bestellen. Ehrgeiziges Ziel: Ein durchgängiger 15-Minuten-Mindest-Takt auf allen Strecken. 

15 neue S-Bahn-Stationen

Gefordert werden sollen 15 neue S-Bahnhöfe und der Ausbau von 23 Kilometern bisher zu wenig genutzter Gleisanlagen. Denn „im Schnellbahn-Netz in Wien liegt viel ungenutztes Potenzial”, wie Ruck ausführte.

Neue S-Bahn-Strecken braucht es laut Sozialpartnern im Norden vorbei am Gewerbepark Stadlau - zur Entlastung der Stammstrecke -, entlang der Donau und im Süden nach Oberlaa

Nach AK-Schätzungen kostet das Projekt rund 750 Millionen Euro und würde rund 6000 Jobs sichern. Der Bund, der 80 Prozent der Kosten trägt, und die Länder, auf die 20 Prozent entfallen, könnten so einen Beitrag zu klimafreundlichem Verkehr leisten. In Wien würden damit Kapazitäten für weitere rund drei Millionen Zug-Kilometer entstehen.

Außerdem müsse die Wiener Stammstrecke modernisiert und die Südbahn viergleisig ausgebaut werden, damit mehr Züge fahren können, so die Sozialpartner. 

Verbindungsbahn ausbauen

„Durch den Ausbau und die dadurch mögliche Frequenzerhöhung der Züge der Verbindungsbahn zwischen Hütteldorf und Meidling kann der Südwesten Wiens besser an das Gesamt-Netz der Schnellverbindungen innerhalb Wiens angebunden werden”, so Ruck.

Auch der Ausbau des Marchegger Astes zwischen Wien und Bratislava biete großes Potenzial. Mit einem selektiven zweigleisigen Streckenausbau und der Elektrifizierung zwischen Wien Stadlau und der Staatsgrenze Marchegg gewinne die Strecke an Attraktivität, ermögliche die Anbindung der Stadtentwicklungsgebiete und Betriebsgebiete im Nordosten Wiens und trage gleichzeitig zur Entlastung  der stark belasteten Einpendlerstraßen - und damit auch der Donaubrücken - bei.  

Bessere Bus-Anbindung von Gewerbegebieten

„Derzeit ist die Öffi-Versorgung in stark betrieblich genutzten Gebieten durchschnittlich bis mangelhaž”, kritisierte Ruck. Meist liegen zwar U-Bahn- und S-Bahn-Haltestellen am Rand der Betriebsgebiete, weiterführende Bus-Verbindungen zu den Betriebsstandorten sind aber Mangelware. 

„Grundsätzlich sollte es in allen Gewerbegebieten in Wien eine gute Bus-Vernetzung von den bestehenden S-Bahn-Haltestellen aus geben. Ziel muss sein, dass jedes Betriebsgebiet per Bus erreichbar ist. In der Rush-hour mit 15 Minuten-Taktfahrplan, unter Tags im Stundentakt”, so Ruck.

Bessere Infos für Fahrgäste, mehr Park & Ride-Plätze, barrierefreie Haltestellen und mehr Rad-Transport sind nur ein Aspekt eines verbesserten Services für Fahrgäste.

Lobautunnel rasch bauen

Gemeinsam Druck machen WK Wien und AK Wien auch weiterhin beim Thema 6. Donauquerung und Lobautunnel. „Das wachsende Wien braucht diese neue Verkehrsachse dringend”, sind sich Ruck und Kaske einig. „Es geht um schnelle Arbeitswege für die Beschäžigten, um die Lebensqualität der Menschen in der Donaustadt und darum, gute Industriearbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Ohne Lobautunnel und Stadtstraße würde der Nordosten Wiens zum Problemfall. Denn nur mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur werden sich dort Betriebe ansiedeln und neue Arbeitsplätze geschaffen”, erklärt Ruck.

AK Wien und WK Wien fordern daher von der Stadtregierung ein klares und einstimmiges Bekenntnis zum Bau des Lobautunnels und einen raschen Baubeginn. 

Alle von der WK Wien geforderten Infrastrukturprojekte für die Ostregion unter: news.wko.at/news/wien/Infrastrukturfuer-Wien.html

Quelle: Wiener Wirtschaft

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