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Meistens gefährdet der Faktor Mensch die IT-Sicherheit im Betrieb

Umfrage. Kleine und mittelgroße Unternehmen kümmern sich zu wenig um ihre IT-Sicherheit, sagt Fachgruppen-Obmann Martin Puaschitz und beruft sich dabei auf eine aktuelle Umfrage. Er will das Risikobewusstsein und das IT-Wissen in den Betrieben erhöhen.

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Viele IT-Probleme in den Unternehmen wären einfach zu vermeiden, meint Martin Puaschitz, Fachgruppen-Obmann der Wiener Unternehmensberater, Buchhalter und IT-Dienstleister (UBIT). Denn die meisten IT-Probleme gehen auf menschliches Fehlverhalten und mangelndes Verständnis im Umgang mit IT-Systemen zurück, sagt Puaschitz mit Verweis auf eine Umfrage unter 114 Wiener IT-Dienstleistern.

In der Befragung gaben 87 Prozent der Experten an, dass menschliches Fehlverhalten einer der Hauptgründe für die Probleme ihrer Kunden sei. Einer dieser Fehler sei die späte Befassung mit dem Thema IT-Sicherheit. Denn die meisten Unternehmen würden sich erst dann an einen Spezialisten wenden, wenn der Schaden bereits eingetreten ist. Nur jeder fünfte Betrieb wende sich an einen IT-Dienstleister, bevor etwas passiert ist. Dabei können IT-Probleme erhebliche Schäden verursachen, wie die Umfrage ebenfalls ergab: Umsatzverluste, Imageverlust bei den Kunden und Kosten für neue Soft- oder Hardware fallen demnach am meisten ins Gewicht.

Die häufigsten Ursachen für IT-Probleme sind veraltete Software, schlecht gesicherte Daten und ungeschulte Mitarbeiter bzw. eine unsachgemäße Bedienung der IT-Systeme, so die Umfrage. „Daten zu sichern und die Software auf dem aktuellen Stand zu halten, sind elementare Maßnahmen für eine sichere IT”, sagt Puaschitz und rät zur laufenden Zusammenarbeit mit einem IT-Spezialisten. Dabei sei es unerheblich, wie groß das Unternehmen ist. „Gerade sehr kleine Betriebe denken oft: ,Was soll mir schon passieren?’,” sagt Puaschitz. „Eine trügerische Sicherheit”, wie er findet. Bei der IT zu sparen, sei eindeutig die falsche Strategie.

Gesellschaft muss mit Digitalisierung Schritt halten

Puaschitz sieht aber nicht nur die Unternehmen gefordert, mehr für ihre IT-Sicherheit zu tun, sondern auch die Politik. „Wir müssen sowohl die Ausbildung von Fachkräften forcieren, als auch das allgemeine Bildungsniveau in Bezug auf die IT heben, damit die Gesellschaft mit der Digitalisierung Schritt halten kann”, mahnt Puaschitz. Wer mehr von IT verstehe, sei auch sicherer im Umgang mit digitalen Systemen.

Betriebsspionage ist laut der Umfrage hingegen kaum ein Thema: Nur ein verschwindender Prozentsatz der befragten IT-Spezialisten nennt dies als häufiges Problem. Anders sieht es mit Cybercrime-Attacken aus, mit denen jeder Fünfte häufig konfrontiert ist. 

Quelle: Wiener Wirtschaft

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