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Neues System der Lohnverrechnung bringt Ersparnis und Transparenz

Mit 1. Jänner 2019 stellte der Hauptverband österreichischer Sozialversicherungsträger sein System um. Mit der neuen monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung wird das Meldewesen einfacher und schneller.

Erfolge

Mit der Einführung der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) stehen zwei digitale Innovationen zur Verfügung, die die Lohnverrechnung grundlegend verbessern: Das neue Tarifsystem und das Sozialversicherung (SV)-Clearingsystem. Statt 450 sind nur mehr 16 Beitragsgruppen ausschlaggebend - die Lohnverrechnungssoftware reduziert den Aufwand erheblich. „Die Sozialversicherung setzt einen Leuchtturm der Digitalisierung um. Das neue Lohnverrechnungssystem erspart den heimischen Unternehmen laut Berechnungen des Bundesministeriums für Finanzen bis zu 300 Millionen Euro pro Jahr und der Sozialversicherung rund 7,6 Millionen Euro. Künftig macht das neue System die meiste Arbeit und die Unternehmen können sich auf ihr Business konzentrieren”, so der Vorsitzende des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Alexander Biach, der gemeinsam mit Volker Schörghofer, dem stellvertretenden Generaldirektor des Hauptverbands und Thomas Neumann, Direktor der BDO Austria Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft das Projekt präsentierte.

Drei Meldebereiche zusammengelegt

Die drei Meldebereiche - Wartung der Versicherungszeiten, Beitragsabrechnung und nachgelagerte Beitragsgrundlagenmeldung - werden zu einem einzigen, der mBGM zusammengeführt.

Das neue Tarifsystem sorgt dafür, dass es digital in andere Systeme übertragen und problemlos weiterverarbeitet werden kann. Damit gibt es keine doppelten Eingaben mehr und Fehler werden vermieden.

Vollelektronisches Clearing

Der neue, vollelektronische Clearingprozess sorgt dafür, dass Probleme schnellstmöglich ohne Wartezeiten geklärt werden können. Monatelange Klärungsprocedere zwischen Dienstgeber und dem Krankenversicherungsträger sind damit endgültig Vergangenheit. Das SV-Clearingsystem ist vollelektronisch und nutzt die den Dienstgebern bekannten Schnittstellen, wie ELDA (elektronischer Datenaustausch), das Unternehmensserviceportal bzw. das im SV-Portal befindliche WEBEKU (webbasiertes Dienstgeberportal zur Beitragseinhebung).

Der Dienstgeber rechnet im Zuge der mBGM ganz normal ab. Das Personalverrechnungssoftwareprodukt stellt das nunmehr umfangreichere Meldepaket zusammen und dieses wird wie bisher auch elektronisch an die Sozialversicherung gemeldet. Die Frist für die mBGM endet mit jedem 15. des Folgemonats.

Die BDO Austria GmbH hat die Umstellung im Echtbetrieb getestet, für gut befunden und Empfehlungen für weitere Verbesserungen gegeben. „Neben den Bemühungen der großen Systemvereinfachungen ist es wichtig, auch für die sogenannten kleinen Probleme praxistaugliche Lösungen zu finden. Meldung und Abrechnung der fallweise Beschäftigten müssen noch dringend vereinfacht werden”, so Thomas Neumann. 

Die Infrobroschüre gibt es hier 

Quelle: Wiener Wirtschaft

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