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Paketboxen als Chance für den Wiener Handel

Regional bestellen, regional liefern, lokal abholen: Handelsobfrau Margarete Gumprecht sieht Paketboxensystem als wichtige Ergänzung beim Einkaufen im Grätzel

Erfolge

Abholbenachrichtigung statt Packerl: Wie sich das in Zukunft besser vermeiden lässt, dafür hat Margarete Gumprecht, Handelsobfrau der Wirtschaftskammer Wien, jetzt einen Vorschlag. Die Zustellung an Paketboxen im Grätzel. Insgesamt 136 solcher offenen Abholboxen gibt es derzeit auf das Stadtgebiet verteilt, betrieben von vier Unternehmen. Tendenz sowohl bei den Betreibern als auch bei den angebotenen Boxen stark steigend. „Corona hat bewiesen, dass die Händler neue Wege finden müssen. Die Abholboxen bieten dafür eine tolle neue Chance, besonders für kleine Händler“, so Gumprecht.

„Der Bedarf und die Möglichkeit von flächendeckenden Paketboxenanlagen in jeder Einkaufsstraße sind vorhanden, wenn es gelingt, die Konsumenten vom Angebot und der Convenience im Grätzel zu überzeugen“. - Margarete Gumprecht

Regional kaufen, rund um die Uhr abholen

„Ich sehe in dieser Art der Zustellung einen wichtigen Mosaikstein für den regionalen Handel, denn besonders die 24/7-Erreichbarkeit ist ein wichtiger Pluspunkt“, so Gumprecht. Denn auch aus dem stationären Handel ist ein weiteres Standbein – sei es der Webshop oder Bestellungen per Anruf - für den wirtschaftlichen Erfolg nicht mehr wegzudenken. „Dem Händler steht es frei, die Pakete selbst zu hinterlegen oder einen Botendienst einzusetzen. Wie wichtig eine kontaktlose Übergabe von Waren ist, hat uns ein Jahr Pandemie bewiesen“, sagt die Handelsobfrau.

Die Zahlen sprechen auf jeden Fall für sich: 2019 wurden in Wien 95,7 Millionen Pakete zugestellt, Hochrechnungen für 2025 zeigen sogar 150 bis 190 Millionen Pakete. „Wir setzen uns für den zügigen Ausbau des Netzes der verschiedenen Paketboxen ein. Im Rahmen des Projektes Nachhaltige Logistik 2030+ werden dafür Standorte laufend evaluiert. Außerdem arbeiten wir an der Vernetzung von Händlern und Anbietern“, so Margarete Gumprecht. „Ostern steht vor der Tür. Warum sollte der Osterhase nicht auch Packerl in der Abholbox ablegen? Die Abholung macht den ,Kindern‘ des Digitalen Zeitalters sicher Spaß.“

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