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Steuerreform: WK Wien sieht Entwurf grundsätzlich positiv

Einige WK Wien-Forderungen umgesetzt - Präsident Ruck vermisst aber Maßnahmen für mehr Steuergerechtigkeit gegenüber internationalen Konzernen und Steuervereinfachungen

Erfolge
  • Ein starker Impuls für den Standort

    Vergabe-Bonus. Die Stadt will Wiener Betriebe beim Vergabewesen stärker berücksichtigen. Ein großer Erfolg für das Engagement der Wirtschaftskammer Wien, freut sich Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk

  • „Neuen Fernbus-Terminal jetzt zügig umsetzen”

    Die Stadt Wien will den neuen, lange von der Wirtschaftskammer (WK) Wien geforderten Fernbusterminal im zweiten Bezirk nahe dem DusikaStadion errichten. Davor Sertic, Obmann der Sparte ransport und Verkehr und Wilhelm Böhm, Obmann der Fachgruppe Bus der WK Wien freuen sich, dass die Entscheidung endlich getroffen wurde und drängen auf eine zügige Umsetzung des Projekts.

  • Auftrieb für Wiens Wirtschaft

    Dritte Piste. Die letztinstanzliche Genehmigung der dritten Piste am Flughafen Wien durch den Verwaltungsgerichtshof ist ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort und ein Erfolg für das Engagement der Wirtschaftskammer Wien.

Durch die kräftige Senkung der Einkommensteuersätze bleibt den Erwerbstätigen am Ende des Monats mehr Geld – davon profitieren Arbeitnehmer und Unternehmer. Auch die langjährigen Forderungen der WK Wien nach Anhebung der Grenze für Geringwerte Wirtschaftsgüter (GWG) sowie des Grundfreibetrags für Unternehmer sind im Regierungsentwurf nun vorgesehen. Bei der geforderten Senkung der Körperschaftsteuer auf zunächst 23 und dann 21 Prozent „haben wir uns mehr und vor allem einen früheren Entlastungszeitpunkt erwartet, wir erkennen den Plan der Regierung als ersten Schritt aber positiv an“, sagt Ruck. Der Weg in Richtung 19 Prozent sei vorgezeichnet.
 

„Die Entlastung der österreichischen Steuerzahler um 6,5 Milliarden Euro ist ein großer, wichtiger Schritt für die Menschen in unserem Land und die Unternehmen“ Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien


Internationale Digital-Konzerne zahlen zu wenig Steuern
Als eindeutig positiv bewertet Ruck die künftige Möglichkeit, einen Gewinnanteil steuerfrei an Mitarbeiter ausschütten zu können. Auf der anderen Seite vermisst Ruck allerdings Maßnahmen für mehr Steuergerechtigkeit gegenüber internationalen Digital-Konzernen. „Die Steuerreform ändert nichts daran, dass heimische Betriebe Euro für Euro an den Staatshaushalt abliefern müssen, während internationale Digital-Konzerne hohe Gewinne in Österreich erwirtschaften und kaum Steuern zahlen“, ärgert sich Ruck. Die von der Regierung vor einigen Wochen vorgestellte Abgabe auf digitale Werbung könne das nicht leisten – ganz im Gegenteil: Sie macht lediglich Werben teurer.

Steuersystem so kompliziert wie bisher
Ebenfalls vermisst Ruck eine umfassende Vereinfachung des Steuersystems, die schon seit Jahrzehnten auf sich warten lässt. Um vor allem Kleinunternehmern die Steuererklärung zu erleichtern, hat die WK Wien bereits im Vorjahr ein fertiges Konzept auf den Tisch gelegt, das über Pauschalierungen Erleichterung schafft. Einige Gedanken daraus hat die Regierung nun aufgegriffen. „Eine grundsätzliche Vereinfachung des Steuersystems für alle Unternehmer ist aber weiterhin ausständig“, sagt Ruck.

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