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Walter Ruck: Brücken sind auch eine Konjunkturstütze

Beginn des Wiener Brücken-Instandsetzungsprogramms mit Heiligenstädter Hangbrücke – WKW-Präsident Walter Ruck: „Bautechnisch notwendig und volkswirtschaftlich erfreulich“ – 266 Mio. Euro zusätzliche BIP-Effekte erwartet

Erfolge

„Wenn wir jetzt in die Infrastruktur investieren, schaffen wir heute Jobs und Wertschöpfung und morgen einen attraktiven und leistungsfähigen Standort“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien anlässlich des bevorstehenden Beginns der Sanierungsarbeiten an der Heiligenstädter Hangbrücke. Ruck verweist auf die von Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer Wien, angestellten volkswirtschaftlichen Berechnungen zu den Wiener Brückensanierungen: „Jetzt ist die richtige Zeit, um dieses Infrastrukturprogramm zu starten.“

„Insgesamt ist die Sanierung der Wiener Brücken-Infrastruktur bautechnisch notwendig und wird die Geduld der Verkehrsteilnehmer in Anspruch nehmen. Sie ist volkswirtschaftlich aber ein wirklich gutes Geschäft für Standort und Arbeitsmarkt. Denn solche Investitionsprogramme sind jetzt wichtig zur Konjunkturbelebung und als Maßnahme gegen die Arbeitslosigkeit“, sagt Walter Ruck.

So lösen beispielsweise die veranschlagten knapp 33 Millionen Euro Gesamtsanierungskosten der Heiligenstädter Hangbrücke ein zusätzliches Bruttoregionalprodukt von mehr als 21 Millionen Euro aus. Über Effekte, die in den anderen Bundesländern entstehen, beläuft sich das zusätzliche BIP für ganz Österreich auf rund 43 Millionen Euro. Durch die Neuerrichtung der Hangbrücke entstehen mehr als 380 Arbeitsplätze, davon rund 200 am Standort Wien. Die auf diese neuen Jobs fallenden Löhne und Gehälter belaufen sich auf insgesamt fast 20 Millionen Euro. Von der eingesetzten Gesamtinvestitionssumme in die Erneuerung der Heiligenstädter Hangbrücke fließen rund 15 Millionen Euro in Form von Steuern und Abgaben wieder an die öffentliche Hand zurück.

Wichtiger Impuls für die Volkswirtschaft

Standortanwalt Biach hat auch die Effekte des gesamten Brückensanierungs-Sanierungsprogramms untersucht. 200 Millionen Euro wird die Stadt Wien in den kommenden Jahren investieren – sie werden ein zusätzliches Bruttoregionalprodukt von insgesamt rund 132 Millionen Euro auslösen. Für ganz Österreich beläuft sich das zusätzliche BIP auf rund 266 Millionen Euro. Durch die einzelnen Baumaßnahmen im Rahmen des Programmes entstehen insgesamt 2.400 neue Arbeitsplätze, davon rund 1.250 am Standort Wien. Die zusätzlichen Beschäftigten werden mit rund 120 Millionen Euro entlohnt. Der öffentlichen Hand entstehen dadurch Rückflüsse in Höhe von insgesamt rund 92 Millionen Euro aus Steuern und Abgaben.
 
Mit mehr als 1.700 Bauwerken zählt Wien viermal so viele Brücken wie Venedig und liegt hinter Hamburg an zweiter Stelle in Europa. Dabei nehmen sie in der Region eine entscheidende Funktion für den Verkehr ein. Viele Wiener Brückenbauwerke sind kurz nach dem Krieg gebaut worden. Sie sind trotz laufender professioneller Wartung nun am Ende ihrer Leistungsfähigkeit.
 
Den ausführlichen Standortanwalt-Bericht mit Hintergrundinformationen finden Sie unter www.standortanwalt.wien

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