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Wir brauchen Rechtssicherheit

Veranstaltungsgesetz. Die EventBranche ist ein boomender Wirtschaftsfaktor. Unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern müssen endlich vereinheitlicht werden.

Erfolge
  • Leichtere Pauschalierungen. Erleichterung für Kleinunternehmer

    Bisher lag die Grenze, um als Kleinunternehmen zu gelten und damit von der Umsatzsteuer befreit zu sein, bei 30.000€ Jahresumsatz. Jahrelang blieb dieser Wert unverändert und wurde seit dem Jahr 2007 nicht an die Inflation angepasst.

  • Anhebung der GWG-Grenze. Erleichterung für alle Selbstständigen

    Aus eigener Erfahrung weiß jeder Betrieb, dass der Kauf eines Laptops, Smartphones, Druckers, von Software(-lizenzen) oder anderer Büroausstattung recht schnell recht teuer werden kann. Nichts ist ärgerlicher, als ein Anlageverzeichnis für diese Dinge zu führen und auf die korrekte Abschreibungsdauer achten zu müssen.

  • Kinderbetreuungsgeld: Neuregelung erreicht

    Bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) wurde ein Jungfamilienfonds eingerichtet. Er soll Selbstständige unterstützen, die wegen einer Fristversäumnis Kinderbetreuungsgeld zurückzahlen mussten.

Von Produktpräsentationen über Messen, Sport- oder Kulturveranstaltungen bis zu wissenschaftlichen Kongressen reicht der Bogen des Eventmanagements. Diese Branche zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes, schafft Arbeitsplätze und trägt zum positiven Image Österreichs sowohl im In- als auch im Ausland bei. Laut einer von der Wirtschaftskammer Österreich in Auftrag gegebene IHS-Studie sichert die heimische Event-Branche mehr als 140.000 Arbeitsplätze und produziert eine Bruttowertschöpfung von 8,9 Milliarden Euro.

Events boomen, beleben die Wirtschaft, finden großes mediales Echo. Es liegt daher auf der Hand, dass ein so bedeutender Wirtschaftsfaktor einen entsprechend einfachen, gut handhabbaren rechtlichen Rahmen benötigt. „Ich setze mich kontinuierlich dafür ein, dass sich die wachsende Event-Branche durch Kompetenz und Qualität auszeichnet und unsere Mitglieder in der Ausübung ihrer Tätigkeit auf Rechtssicherheit vertrauen können”, betont Gerti Schmidt, Obfrau der Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Wien. 

Zur Erklärung: Durch das föderale System in Österreich sind die Veranstaltungsgesetze auf der sogenannten landesgesetzlichen Ebene geregelt. „Das führt beispielsweise für Kollegen, die die gleiche Veranstaltung sowohl in Wien-Süd als auch im Raum Vösendorf durchführen, zu teilweise überbordendem Aufwand”, so Schmidt. Es werden zwei verschiedene Anträge und Kontakt zu unterschiedlichen Ansprechpartnern für Feuerpolizei und Sicherheitskoordination benötigt, um die Veranstaltungen zu genehmigen, obwohl zwischen den Veranstaltungsorten nur wenige Kilometer liegen. „Besonders hart trifft es unsere Mitglieder, wenn sie mit Kunden aus dem Ausland arbeiten, die für diesen hohen bürokratischen Aufwand kaum Verständnis aufbringen.” 

Es sei höchste Zeit, dass neun verschiedene Veranstaltungsgesetze entsprechend adaptiert und vereinheitlicht werden müssten. „Dazu hat die Branche bereits Vorschläge erarbeitet, die wir gerne einbringen”, erklärt Schmidt.

Quelle: Wiener Wirtschaft

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