Spassbefreien - Vergnügungssteuer abschaffen

Wenn man merkt, dass eine Maßnahme nicht mehr zeitgemäß ist, die Falschen belastet oder im Extremfall sogar mehr kostet, als sie selbst einbringt, wären für rational denkende Menschen die nächsten Schritte logisch: Abschaffen, Situation neu beurteilen und moderne, zeitgemäße Entscheidungen treffen. Leider sieht die Stadt Wien diese Dinge wie so oft im Leben etwas anders. An einem ganz einfachen Beispiel lässt sich diese groteske Situation gut erkennen – Die Vergnügungssteuer. Sie ist alt, bürokratisch, macht nur Probleme und bringt weniger, als sie uns alle kostet 

Während wir tagtäglich mit einer Unmenge an unterschiedlichsten Steuern belastet werden, hebt die Stadt Wien eine Steuer auf Spaß ein, die uns alle mehr kostet, als sie am Ende des Tages einbringt.

Mit dem Verbot des „Kleinen Glücksspiels“ und dem damit verbundenen Einnahmenentfall in der Höhe von rund 50 Mio Euro jährlich ist die Vergnügungssteuer zu einer echten Bagatellsteuer geworden. Insgesamt werden in Wien dieses Jahr nur ca. 4-5 Millionen Euro pro Jahr an Vergnügungssteuer eingehoben. Bei einem Gesamtbudget der Stadt Wien von mehr als 6,5 Milliarden Euro - alleine für das heurige Jahr - also ein mehr als vernachlässigbarer Faktor. Dazu kommt: Als Berechnungsbasis für die Vergnügungssteuer werden Umsätze herangezogen. Zu zahlen ist also auch dann, wenn bei einer Veranstaltung Verluste entstehen.

Eine Abschaffung der Vergnügungssteuer wäre daher eine echte finanzielle und bürokratische Entlastung für Gastronomen und Veranstaltern von Bällen, Clubbings, Festen sowie vielen weiteren Events, die Wien zu einer so lebendigen und lebenswerten Stadt machen, und damit ein klares Signal an die gesamte Tourismusbranche, dass Engagement und unternehmerische Risikobereitschaft geschätzt und anerkannt werden . 

The best things in life are free“ – Motto des diesjährigen Donauinselfestes

Ganz besonders schlimm ist es aber, wenn man daran denkt, dass die Vergnügungssteuer von nur einigen wenigen Wiener Clubs, Gastronomen, Tanzcafés und ähnlichen Unternehmern abgeleistet werden muss und die Gäste die Rechnung dafür zahlen müssen. Gleichzeitig gibt sich die Stadt Wien mit dem Donauinsel- und dem Stadtfest selbst die größten Ausnahmen, schließlich muss für beide Feste keine Vergnügungssteuer bezahlt werden, obwohl mehrere Millionen Euro damit eingenommen werden.

Die Vergnügungssteuer geht auf Kosten der Jugend- und Freizeitkultur unserer Stadt. Zusätzlich trifft sie die Falschen: Kleine Betriebe, deren Mitarbeiter und Gäste. Als Gesellschaft sind wir aber in vielen Bereichen bereits heute viel zu spaßbefreit, als dass wir diesen Weg weitergehen möchten.

Diesen Umstand haben wir erkannt und unsere Sommerkampagne der Vergnügungssteuer gewidmet. Unter www.spassbefreien.at konnte man unsere Kampagne dazu unterstützen. Ziel war es 100.000 Unterstützer und Unterstützerinnen zusammenzubekommen, um den Antrag im Wiener Gemeinderat mehr Gewicht zu verleihen. Dazu sind wir dorthin gegangen, wo die Vergnügungssteuer fällig wird: Bei Clubbings, großen Public Viewing- und Tanzveranstaltungen. Es gab eigene Videos für  Social Media Plattformen und Verteilaktionen, damit möglichst viele Menschen darauf aufmerksam werden.

Wir sind nicht spaßbefreit, wir sind Spaßbefreier!

 

 

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